Hamburg Jede Notenänderung mit Datum und Grund.
Spielbankreport

Redaktion

Ein Newsroom ohne Namensliste, mit einem Protokoll, das jede Notenänderung datiert.

Weshalb unter den Berichten kein Name steht

Wer für den Inhalt einsteht, ist nach § 18 Abs. 2 MStV zu benennen. Für dieses Angebot ist das bislang nicht geschehen. Solange es dabei bleibt, trägt kein Beitrag eine Verfasserzeile. Der Name erscheint in dem Moment, in dem die Benennung erfolgt, und zwar hier und im Impressum zugleich.

Ausgedachte Autoren und am Rechner erzeugte Portraits kommen an diese Stelle nicht. Eine Verfasserzeile ist ein Versprechen: Dahinter sitzt jemand, den man auf einen Satz festnageln kann. Ein erfundener Mensch mit einem generierten Gesicht kann für nichts geradestehen. Er sieht nur so aus, als könnte er es, und darin liegt der Schaden.

Woraus eine Note entsteht

Jede Bewertung läuft durch dasselbe Modell aus fünf Kriterien. Jedes Kriterium trägt ein festes Gewicht, und diese Gewichte sind als Zahlen veröffentlicht. Wo genau, zeigt die Seite mit den Redaktionsstandards.

Damit ist das Verfahren nachrechenbar. Wer die Einzelwerte eines Anbieters kennt, kommt auf dieselbe Endnote wie diese Redaktion. Eine Note wird also nicht empfunden, sondern gerechnet, und zwar für jeden Anbieter nach derselben Formel.

Was hier niemand gemessen hat

Auszahlungsdauern hat in dieser Redaktion niemand mit der Uhr verfolgt. Es gab keinen Testkauf, keine Stichprobe über hundert Abhebungen und keine Sammlung echter Wartezeiten deutscher Spieler.

Publiziert werden deshalb die Fristen, die ein Anbieter für sich selbst ausruft. Das ist eine Zusage des Anbieters und keine Beobachtung. Jede dieser Zahlen trägt einen Vermerk über ihre Herkunft. Diese Kennzeichnung ist der Unterschied zwischen einer belegten Angabe und einer Behauptung mit Nachkommastelle.

Protokoll statt stiller Überarbeitung

Bewegt sich eine Note, bekommt der Eintrag ein Datum und eine Begründung. Wer im August liest, kann nachsehen, was sich seit Juni verändert hat und weshalb. Ein Anbieter, der leiser wird, rutscht nicht einfach unbemerkt aus der Tabelle.

Für Irrtümer gilt dasselbe Verfahren wie für Notenänderungen. Ein falscher Satz wird nicht gelöscht, sondern berichtigt, und die Berichtigung steht mit Datum daneben. Ein Protokoll, das nur die guten Nachrichten aufbewahrt, wäre keins.