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Die OASIS-Sperre: Antrag, Dauer und Aufhebung
OASIS ist das schärfste Werkzeug des deutschen Spielerschutzes und zugleich das am schlechtesten erklärte. Es wirkt sofort und überall, nicht nur dort, wo Sie es auslösen. Wer den Antrag stellt, sollte vorher wissen, wie der Rückweg aussieht.
Geführt wird das Sperrsystem beim Regierungspräsidium Darmstadt, und es gilt für alle in Deutschland erlaubten Veranstalter gleichzeitig. Eine Eintragung richtet sich nicht gegen ein einzelnes Konto, sondern gegen den Zugang als solchen.
Ein frisches Konto bei einem anderen erlaubten Anbieter zu eröffnen, führt deshalb nicht am System vorbei. Die Abfrage geschieht bei der Anmeldung, nicht bei der Auszahlung.
Den Antrag können Sie selbst stellen, das ist der Regelfall und verlangt keine Begründung. Daneben kennt das System die Fremdsperre, die ein Veranstalter oder Vermittler veranlasst, wenn Anhaltspunkte für Spielsucht oder Überschuldung vorliegen; Hinweise aus dem Umfeld können der Anlass dafür sein. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe.
Eine Sperre läuft mindestens drei Monate. Danach endet sie nicht automatisch. Sie besteht fort, bis Sie ihre Aufhebung beantragen, und diese Aufhebung kann frühestens nach Ablauf der Mindestfrist wirken.
Das ist so gewollt. Der Rückweg soll eine bewusste Entscheidung sein und kein Datum im Kalender. Rechnen Sie also nicht damit, dass sich der Zugang irgendwann von selbst wieder öffnet, und planen Sie den Antrag auf Aufhebung als eigenen Schritt ein.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt eine Beratungsnummer, kostenlos und anonym: 0800 1 37 27 00. Unter check-dein-spiel.de finden Sie Selbsttests und die Suche nach Beratungsstellen in Ihrer Nähe.
Beides steht unabhängig davon offen, ob Sie eine Sperre erwägen. Ein Gespräch setzt keine Entscheidung voraus.